Zum Jubiläum des Frauenstimmrechts den Surseer «Hexen» eine Stimme geben                                                                                       

Vor zwei Jahren hat die Somehus-Jubiläumsproduktion «Späck vo gester» die Hexenverfolgungen in Sursee thematisiert. Seit letztem Jahr werden in der Stadt Hexenführungen unter dem Titel: «Tatort Sursee: 58 Frauen und ein Mann unschuldig hingerichtet» durchgeführt. Diese Veranstaltungen haben bereits Licht in ein dunkles Kapitel der Surseer Geschichte gebracht. Da die Schweiz in diesem Jahr 50-Jahre Frauenstimmrecht feiert, möchte der Verein The Female Collective nun noch einen Schritt weiter gehen.

Die Frauen, die in Sursee hingerichtet wurden, waren keine Hexen. Sie waren unabhängig, selbstbewusst, eigenwillig oder einfach unangepasst. Oder es waren auswärtige Frauen, ein einfacher, willkommener Sündenbock in schweren Zeiten – wie etwa bei Unwettern oder während der Pest. Wir möchten diesen Frauen ihren Platz in der Gesellschaft wieder zurückgeben. Sie haben nichts falsch gemacht und waren einfache Opfer der damaligen sozialen, wirtschaftlichen, religiösen und strafrechtlichen Bedingungen. Sie haben es verdient, gehört zu werden. So wie alle Frauen es verdienen, eine Stimme zu haben und diese auch zu nutzen.

Dafür plant der Verein im August einen Anlass vor dem Surseer Rathaus, dem damaligen Ort des Geschehens. Das Program wird begleitet vom Frauenchor VIDAS, unter Leitung von Stefanie Erni, und von künstlerischen Darbietungen der

Tanz-Akrobatin Claudine Ulrich.

15. August 2021

Rathausplatz Sursee

13.30 Uhr: Hexen- und Frauengeschichte Schweiz / Sursee

14.00 Uhr: Bezug zu heute: Warum ist diese Geschichte relevant?

14.15  Uhr: Standpunkt Stadt & Kirche

15.00 Uhr: Gemeinsamer Abschluss

 

Weitere Informationen & Anmeldung: www.thefemalecollective.org